Verkehrte Welt
30.11.2008, 14:51 Uhr
Alter: 9 Jahre


 




Zuallererst: Bailey scheint sich wieder vollständig erholt zu haben, und es geht ihr wieder gut.

Das ist gar nicht so einfach zu sagen, den dieses Jahr scheint sie den Schnee noch schlimmer zu verabscheuen als jemals zuvor. Sie ist nicht zum Rausgehen zu bewegen, und ist auch drinnen sehr faul und lustlos. Sie betrachtet den Schnee mit Todesverachtung, geht teilweise nicht mal mit mir raus, obwohl ich alles versuche, sie zu überreden. Außerdem hat sie doch tatsächlich in den letzten Tagen - was seit mindestens 3 Jahren kein einziges Mal vorgekommen ist - MEHRMALS das Katzenklo benützt!!! Im Gegensatz zu anderen Wintern fordert sie mich auch nicht ständig zum Spielen heraus, was mich diese Woche wirklich sehr ins Grübeln gebracht hat, weil ich mich immer gefragt habe, ob sie tatsächlich wieder völlig gesund ist oder sich das noch auf ihre Spiel-Lust auswirkt.

Sie frisst aber normal, trinkt inzwischen sogar sehr viel, bewegt sich wieder wie immer, und wenn sie sich mal herablässt, mit mir zu spielen, dann spielt sie auch "normal". Das Problem ist einfach, dass ihr kein Spielzeug interessant genug ist. Außerdem scheint sie im Moment sehr schreckhaft zu sein und lässt sich vom kleinsten Geräusch ablenken. Es ist fast, als hätte sie eine Art "Winterdepression" entwickelt.

Und dann fällt mir auf, dass sie zu Whisky nicht mehr das beste Verhältnis hat. Im Winter gab es immer schon Reibereien, weil Whisky seinen Bewegungsdrang eben an ihr auslebt und dann Jagd auf sie macht. Davor habe ich jedes Jahr Angst. Aber dieses Jahr scheint sie es ihm wohl so übel zu nehmen und teilweise richtig Angst vor ihm zu haben, dass sie auch kaum zum Spielen zu bewegen ist, wenn Whiksy im Zimmer ist - was sich natürlich um diese Jahreszeit nur sehr selten vermeiden lässt. Es ist, als wolle sie ihn nicht auf sich aufmerksam machen. Sonst war es eher so, dass ich kaum eine Chance hatte, auch nur einen Versuch zu machen, mit Whisky zu spielen, weil sie sich immer sofort dazwischengedrängt hat.

Whisky hingegen, der in anderen Jahren die wirklich ausgiebigen und temporeichen Spiel-Einheiten mit Bailey nur liegend mit müdem Blick verfolgt hat, scheint plötzlich einen Aufschwung zu erleben. Er spielt jetzt doch tatsächlich öfters! Keine extrem langen Einheiten, aber immer mal wieder, und er lässt sich sogar von einem Spielzeug anlocken und spielt dann auch damit. Und was eine absolute Premiere ist: Wenn ich in den letzten Tagen mit Bailey gespielt oder es zumindest versucht habe, hat ER sich plötzlich mehrmals  dazwischengedrängt und Bailey das Spielzeug weggeschnappt bzw. selber zum Sprung angesetzt, bevor Bailey damit spielen konnte.

Ich erkenne meine Katzen echt nicht wieder! Bailey so ruhig, dass man sich direkt Sorgen macht, und Whisky so lebhaft, wie man ihn auch nicht kennt. Es scheint, als hätte jemand meine Katzen vertauscht!

 

Um Bailey auch mal zum Rausgehen zu bewegen, gehe ich halt öfter mal mit, versuche sie draußen zum Spielen zu überreden oder sie wenigstens ins Katzenlabyrinth zu locken, um sie dann vielleicht auf den Geschmack zu bringen, Whisky ein bisschen zu jagen und so Selbstvertrauen zu tanken. Draußen ist sie ihm ja mit ihrer Schnelligkeit überlegen und das tut ihr immer gut. Aber es ist schon eine Seltenheit, wenn sie mal mitmacht.

Gestern nachmittag war es sonnig und hatte nach einer Woche endlich auch mal wieder ein paar Plusgrade. Trotzdem war sie alles andere als begeistert. Dann kam mir die glorreiche Idee, einen Ast der Forsythie abzubrechen und damit zu spielen, indem ich den Ast um die Ecken des Schneelabyrinths gezogen habe. Da hat sie doch glatt mal für eine Viertelstunde vergessen, dass sie eigentlich gar nicht raus wollte und hat zumindest eine Weile begeistert mitgespielt. So versuche ich ihr den Schnee etwas schmackhaft zu machen und mit etwas angenehmem zu verbinden.

Ich dachte schon, dass das der Durchbruch war, weil ich nachts mitbekommen habe, das sie mehr als eine Stunde draußen war! Heute ist das Wetter aber ähnlich und auch die Temperaturen sind wieder über Null, aber heute schläft sie schon fast den ganzen Tag. Als ich sie mittags doch dazu gebracht habe, mit rauszugehen, war sie nicht gerade spielbegeistert, und ich musste bald aufgeben.

Da erst November ist, kann ich nur hoffen, dass es heuer kein schneereicher und/oder kalter Winter wird.








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