Petporte-Katzenklappe - Endlich wieder Ruhe
19.04.2009, 12:27 Uhr
Alter: 10 Jahre


 




Am Dienstag recherchierte ich dann auch intensiv nach der Petporte-Katzenklappe, die implantierte Mikrochips auslesen kann und deshalb nur die einprogrammierten Katzen ins Haus lässt - und das alles, ohne dass sie ein gefährliches Halsband mit Sender tragen müssen.

Auf der Seite der Firma Petporte schaute ich mir die Klappe an und las mir alles genau durch, ob keine versteckten Probleme auftauchen. Ich schaute auch nach den Maßen, ob die bisherige Öffnung ausreichte oder vergrößert werden musste. Die Petporte-Katzenklappe war jedoch etwas größer. Zum Glück hatte ich im letzten Jahr, als ich eine neue Terrassentür einbauen ließ, den nicht verglasten unteren Teil extra etwas größer machen lassen als für meine Katzenklappe benötigt, weil ich damals schon in Erwägung zog, dass die Klappe auch irgendwann mal durch eine andere, möglicherweise größere ersetzt werden könnte.

Ich überlegte dann, wo ich sie mir besorgen sollte. Bei der Firma Petporte hätte ich direkt bestellen können, allerdings in Deutschland. Bei Zooplus (ebenfalls in Deutschland) gab es sie auch - sogar zu einem unschlagbaren Preis von € 199,-- gegenüber einem empfohlenen Verkaufspreis von € 229,--!!! Eigentlich wollte ich schon bei Zooplus bestellen, allerdings war das Problem so dringend, dass mir eine schnelle Lösung extrem wichtig war. Da es bereits Dienstag war, war trotz der schnellen Lieferzeiten von Zooplus eine Lieferung vor dem Wochenende quasi auszuschließen, das hieß fast eine Woche Lieferzeit. Also versuchte ich erst mal Zoofachhandlungen in meiner Nähe anzurufen, wo ich sie eventuell noch am selben Tag hätte direkt mitnehmen können.

Fressnapf hatte sie gar nicht im Sortiment. Bei einer anderen Zoohandlung war das Telefon wohl nicht in Ordnung, jedenfalls war die ganze Zeit besetzt. Bei einer weiteren Zoohandlung wurde mir gesagt, sie wünschten, sie hätten die Klappe, aber die Firma habe solche Lieferschwierigkeiten, dass sie in Österreich und Deutschland gar nicht zu bekommen sei. Das kam mir komisch vor, und ich erwähnte, dass ich sie im Internet bei Zooplus sehr wohl als lieferbar gesehen hätte. Da meinte der Herr, in Österreich habe sie aber mit Sicherheit kein einziger Händler. Trotzdem rief ich dann ein weiteres Geschäft an. Dort kannte man die Klappe zwar, führte sie aber nicht. Trotz Konkurrenz nannte mir der freundliche Herr einen Fachhändler im Land, der die Klappe führe. Obwohl es am anderen Ende von Vorarlberg war (eine Weltreise ohne Autobahnvignette!), sodass ich sie nicht persönlich hätte abholen können, ohne extra Urlaub zu nehmen, rief ich daraufhin also die Firma Happy Pet in Frastanz an in der Hoffnung, dass man mir die Klappe auch zuschicken kann.

Ich war sehr erleichtert, als man mir sagte, dass sie die Klappe selbstverständlich lagernd hätten, auch wäre es überhaupt kein Problem, sie mir zuzuschicken, sie würden sie heute noch zur Post bringen. Ich war mehr als erfreut und erleichtert über dieses Entgegenkommen und den tollen Service. Ich hatte mitten am Nachmittag bestellt, und nicht mal 24 Stunden später, bereits am nächsten Vormittag, brachte der Postbote die Klappe dann auch tatsächlich schon. An dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön und ein großes Kompliment an die Firma Happy Pet in Frastanz für diesen tollen Kundenservice!

Ganz so komplikationslos ging es dann allerdings leider nicht weiter, denn es stellte sich heraus, dass das Außenmaß der Katzenklappe sehr viel größer war als die bisherige, weshalb der nicht verglaste Ausschnitt der Tür um 1 - 2 mm zu klein war. Als ich mir die Sache dann genauer anschaute, stellte sich heraus, dass unten auch noch der Stecker des Netzteils Platz haben musste, also fehlten eigentlich sogar 2 cm. Mein Bruder schaute sich das Ganze am Mittwochabend an, und die einzige Lösung war wohl, den Stecker zu versetzen. Das war für ihn zwar kein Problem, allerdings war das Timing denkbar schlecht, da er sich bereits am nächsten Morgen in den Urlaub verabschiedete und es vorher nicht mehr schaffte. Als Übergangslösung löste er mir den Stecker, sodass das Kabel als Notlösung erst mal heraushing und vorübergehend eben irgendwie mit Klebeband fixiert werden musste, aber immerhin die Klappe eingebaut werden konnte.

Ich rief also den Fensterbauer an, der mir bereits meine Kunststofffenster sowie meine Fliegengitter immer zur vollsten Zufriedenheit eingebaut hat, ob er den Einbau möglichst schnell erledigen könnte. Tatsächlich sagte er mir bereits auf den nächsten Tag zu, da konnte er mich zwischen 2 Termine schieben.

Ich fürchte, ich habe ihn vor eine ziemliche Herausforderung gestellt. Das Loch zu vergrößern, war das kleinste Problem. Auch die Klappe zusammenzubauen ging gut. Allerdings stelle sich heraus, dass ich bei meinen Versuchen das Vordach der Katzenklappe, in der sich das Chip-Lesegerät befindet, nicht berücksichtigt habe, das nochmals einen Millimeter aufträgt und aufgrund des härteren Materials nicht verbogen werden kann. Mit Hängen und Würgen, mit Abfeilen des Vordaches und mit Zurechtbiegen der beiden Teile, haben wir es dann doch geschafft. Dann stellte sich heraus, dass durch das Hineinpressen der Klappe sich der Rahmen leicht nach innen wölbte, wodurch die Klappe beim Schwingen streifte und im Extremfall sogar ein Stück offen blieb. Das wäre ja dann extrem kontraproduktiv. Mit viel Herumprobieren schaffte es der Fensterbauer, es halbwegs hinzukriegen. Die Endlösung wäre, die Seitenwände am Rahmen festzukleben, das geht aber erst, wenn auch der Stecker versetzt und die Klappe endgültig eingebaut ist. Das muss also noch etwas warten. Er ließ mir aber sogar Kleber und Silikon da. 

An dieser Stelle ganz, ganz herzlichen Dank an Jürgen Egger von der Firma Egger Fenster in Lingenau, der immer eine Lösung für meine Probleme findet und sich als kleiner Handwerksbetrieb auf einen wirklich hervorragenden Kundenservice versteht.

Am Abend schaffte ich es dann, die Seitenteile mit straff gespanntem Klebeband so zu fixieren, dass das Streifen am Rand wirklich minimiert war.

Am selben Abend gelang es mir auch tatsächlich, Bailey in die Transportbox zu verfrachten und zum Tierarzt zu bringen, um auch ihr einen Transponder-Chip einsetzen zu lassen. Sie war davon allerdings weniger begeistert, denn sie brachte im Auto und auch in der Tierarztpraxis lautstark und leidend zum Ausdruck, was sie von der Aktion hielt. Auf dem Tisch hatte sie die Ohren bis zum Anschlag angelegt und machte ein Gesicht, dass man direkt Angst vor ihr haben musste. Auch hatte sie - wie es der Tierarzt nannte - die Bremsklötze ausgefahren: Sie stemmte die Hinterbeine in den Tisch, als müsste sie sich mit aller Kraft wehren. Beim Chippen selber hielt sie aber ganz still und zuckte nicht mal. Das Chippen muss also wirklich schmerzlos sein. Bei der gleichzeitig verabreichten Auffrischungsimpfung hingegen wehrte sie sich nämlich ganz ordentlich, weil vermutlich der Impfstoff unter der Haut gebrannt hat. Es wurden ihr dann noch (den Mäusen sei Dank!) ganz tolle Zähne bescheinigt, weil nur an einem einzigen Zahn ein winziges Bisschen Zahnstein entfernt werden musste.

Zuhause war Bailey dann tödlich beleidigt, und es kostete mich einige Scheiben Schinken, dass sie mich nicht mehr angiftete und dass sie sich dazu herabließ, sich mal vor die Katzenklappe zu stellen, damit ich sie auch einprogrammieren konnte. Mit Whisky hatte ich es ja noch am Abend vor dem Einbau ausprobiert und ihn dann gleich einprogrammiert. Somit stand dann dem Betrieb auch tatsächlich nichts mehr im Wege und ich konnte sofort von Normalbetrieb (in beide Richtungen offen für alle Katzen) auf den Chip-Modus umstellen (nur einprogrammierte gechippte Katzen kommen rein, nach draußen für alle offen).

Erfreulicherweise haben die Katzen die Klappe auch sofort akzeptiert. Auch als sie eingeschaltet war, schien sie das doch deutliche Knacksen der Entriegelung, wenn der Chip erkannt wird, nicht zu stören oder zu erschrecken. Somit konnte ich einer ruhigen Nacht entgegen sehen. Dennoch hatte ich aber doch immer noch ein Ohr an der Klappe, da Whisky den ganzen Abend geschlafen hatte und seit der Umstellung auf Chip-Betrieb noch nicht aus und ein gegangen war und schließlich musste ich auch die Gewissheit haben, dass es verlässlich immer und nicht nur fallweise funktioniert.

Deshalb stand ich in dieser Nacht noch öfters auf. Whisky und Bailey schienen aber immer problemlos reinzukommen, und als ich mal ein Scharren an der Klappe, aber keine Entriegelung hörte, war beim Nachschauen weit und breit keine Katze. Deshalb bin ich mir ziemlich sicher, dass es der graue Kater gewesen sein muss, der versucht hat, reinzukommen. Das war in dieser Nacht noch mehrmals der Fall. Das zeigte mir dann aber auch, dass die Klappe wirklich funktioniert und fremde Kater draußen hält. Zum ersten Mal seit langer Zeit stand ich also morgens extemst gut gelaunt und richtig euphorisch auf.

Inzwischen hat mir mein Vater auch noch eine Holzstufe davor gebaut, damit der Wetterschutz wieder passt. Außerdem sollte die Klappe nicht zu hoch sein, damit die Katzen so nahe wie möglich an die Antenne kommen und der Chip verlässlich erkannt wird, also legte ich noch einen Terrassenstein direkt vor die Klappe. Den Wetterschutz habe ich dann selber noch etwas umgebaut, und jetzt ist bis auf den noch anzupassenden Stecker und den endgültigen Einbau samt Kleber und Silikonfugen alles erledigt.

Diego war ja erst mal einen Tag lang nicht da, danach versuchte er aber bereits wieder reinzukommen. Auch er schaffte es nicht und probiert es seither immer wieder. Ich versuche mich dann möglichst zu verstecken, damit er mich nicht sieht, aber manchmal kann ich auch nicht anders, als zu ihm auf die Terrasse zu gehen und ihn mal zu streicheln. Nur reinlassen oder füttern darf ich ihn einfach nicht mehr.

Meine Katzen haben sich sichtlich entspannt, fühlen sich zuhause wieder wohl und sicher und haben mich auch wieder lieb, was sich daran zeigt, dass sie wieder von sich aus zum Schmusen kommen und auch Whisky wieder öfter bei mir im Bett schläft. Whiskys Antibiotika sind schon seit einigen Tagen abgesetzt, und er scheint sich auch deutlich besser zu fühlen. Es ist also endlich wieder Normalität eingekehrt.








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