Entwurmung

Eine regelmäßige Entwurmung sollte zum Standard-Gesundheitsprogramm gehören, nicht nur, weil es für die Katze gut ist. Es kommt zwar selten vor, aber Parasitenbefall ist durchaus auch auf den Menschen übertragbar.

Über das Intervall bei Katzenkindern oder bei Wohnungskatzen streiten sich die Geister, am besten sichert man sich beim Tierarzt seines Vertrauens ab.

Freilaufende Katzen sollten mindestens halbjährlich, besser vierteljährlich entwurmt werden.

Unbedingt entwurmt werden sollte vor jeder Impfung, da bei Wurmbefall kein ausreichender Impfschutz aufgebaut werden kann.

Es gibt mittlerweile verschiedene Arten der Entwurmung:

Wurmpaste

Das Problem ist dasselbe wie bei allen Methoden - wie kriege ich das Wurmmittel in die Katze? Die Paste muss der Katze in einer eher größeren Menge mittels einer Spritze ins Mäulchen eingetrichtert werden, und die Katze muss es auch noch schlucken. Nur die wenigsten Katzen lassen sich das freiwillig gefallen. Das bedeutet dann für Katze und Besitzer Stress und schlimmstenfalls Kratzverletzungen für den Besitzer.

Spritze

Die Entwurmung mit der Spritze ist für Katzen nach einem kurzen Stich schnell vorbei. Der Nachteil: Ein Tierarztbesuch ist dafür erforderlich, der, wenn die Katze nicht gerne in der Transportbox eingesperrt ist oder nicht gerne Auto fährt, für sie massiven Stress bedeutet, und das 4x im Jahr.

Tablette

In wohl jedem Katzenforum taucht immer wieder die selbe Frage auf: Wie kriege ich die Tablette in die Katze? Das Problem ist, dass Katzen die Tabletten wohl schon riechen, oft kann man sie noch so gut verstecken und die Katze frisst das sonst so gern genommene Leckerli einfach nicht.

Die klassische Art ist, die Tablette der Katze so tief in den Rachen zu schieben, dass sie schlucken muss. In gern gefressenen Lieblings-Leckerlis versteckt, z.B. in einem Stück rohem Fleisch, in Leberstreichwurst, etc.  ist es auch einen Versuch wert. Bei uns funktioniert es glücklicherweise wunderbar in Malzpaste - die Paste ist wohl so schmierig und klebrig, dass sie sich wie ein Film um die Tablette legt, die dann nicht mehr herausgeschmeckt wird. Die Paste wird oft in einem ganzen Klecks vom Finger geleckt und hinuntergeschluckt, sodass die Katzen die Tablette wohl auch nicht spüren. Allerdings frisst nicht jede Katze Malzpaste, und ich bin sehr froh, dass ich sie von Anfang an als Leckerli eingeführt habe. Bei uns hat sich zur Entwurmung das Präparat Milbemax bewährt. Die Tabletten sind wirklich klein und deshalb in Malzpaste wohl kaum zu spüren. In Katzenforen habe ich auch schon gelesen, dass sie empfohlen wurden, weil sie wohl wirklich geruchlos und nicht bitter sind.

Spot-on

Die neuste Form der Entwurmung sind sogenannte Spot-on-Präparate, die der Katze in den Nacken getropft werden, wo sie nicht abgeleckt werden können. Der Nachteil ist, dass es nicht alle Katzen vertragen und teilweise mit Juckreiz bis zu Haarausfall reagieren. Ich habe den Versuch ein einziges Mal mit dem Präparat Droncit gemacht. Bailey hat wohl sehr empfindliche Schleimhäute, die dadurch gereizt wurden. Sie hat quasi versucht, vor sich selber wegzurennen, hat dabei immer die Augen zugekniffen, die ganz offensichtlich gebrannt haben, hat sich geschüttelt und gekratzt und hat so versehentlich einen an der Seite runterlaufenden Tropfen davon erwischt. Sie hat eine ganze Weile lang furchtbar gespeichelt und ich habe mir geschworen, sie dieser Prozedur nicht mehr auszusetzen. Bei Whisky habe ich es dann gar nicht mehr probiert. Für andere Katzen wiederum ist es die stressfreiste Methode, und es sind auch verschiedene Präparate erhältlich.

Häufigste Wurmarten

Bandwürmer

Ein Befall ist oft daran zu erkennen, dass die Katze ca. 1 cm lange, weiße Bandwurmglieder ausscheidet, die oft im Afterbereich im Fell kleben bleiben.

Bandwurmlarven werden über Nagetiere oder hauptsächlich Flöhe auf die Katze übertragen, sind also hauptsächlich für Freigängerkatzen ein Problem.

Die Übertragung auf den Menschen ist möglich, aber sehr unwahrscheinlich. Ein Mensch kann nur befallen werden, wenn er einen mit Bandwurmlarven befallenen Floh verschluckt.

Rundwürmer

Dazu gehören neben vielen anderen auch Spulwürmer. Damit können sich kleine Kätzchen schon über die Muttermilch anstecken, eine Entwurmung ist daher bereits im frühen Kittenalter schon nötig. Weitere Wirte für Spulwürmer sind z.B. Regenwürmer, Käfer, Nagetiere oder Vögel.

Oft gibt es gar keine Anzeichen für Spulwurmbefall, bei schwerem Befall kann es aber vorkommen, dass die Katze die langen, wie dünne Spaghetti aussehenden Würmer erbricht oder Knäuel mit toten Würmern mit dem Stuhl ausscheidet.

Die Eier werden mit dem Kot der Katze ausgeschieden, können sich daher auch in der Wohnung befinden, also eigentlich überall, wo die Katze sich auch nur hinsetzt. Wie oben erwähnt, ist eine Übertragung auf den Menschen zwar selten, aber möglich. Die Würmer können sich im Körper des Menschen zwar nicht entwickeln, die Larven können aber durch den Körper wandern und verschiedene Krankheitssymptome verursachen. Vorsorgen kann man am ehesten, wenn man sich vor dem Essen die Hände wäscht.

Andere Rundwurmarten sind z.B. Hakenwürmer oder Lungenwürmer.


Schon das kleinste Katzentier ist ein Meisterwerk.
Leonardo da Vinci

Neueste
Blog - Einträge

 
14.06.2011, 09:55 Uhr
Spam und Werbung auf dieser Seite

Nachdem es sich hier nicht um eine kommerzielle Website handelt, bin ich immer wieder verblüfft,...

[mehr]

17.12.2010, 19:11 Uhr
In eigener Sache

Wie schon im vorigen Beitrag erwähnt, bekomme ich regelmäßig sehr viele Mails über das...

[mehr]

17.12.2010, 18:35 Uhr
Mal wieder ein Lebenszeichen

Lange ist es her seit meinen letzten laufenden Einträgen oder Blog-Posts. Zuallererst: Meinen...

[mehr]

07.06.2009, 13:33 Uhr
Schon wieder verletzt

Es ist wohl nicht Whiskys Jahr. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag schreckte ich mal aus dem...

[mehr]

07.06.2009, 13:26 Uhr
Diego ist tatsächlich kastriert!!!

Ich habe ja fast nicht mehr daran geglaubt, aber heute ist nach fas 3-wöchiger Abwesenheit, weshalb...

[mehr]

zum Archiv ->

Noch Fragen?