Ernährung

Die absolut hochwertigste Katzennahrung und in der Katzenernährung trotz aller wissenschaftlicher Erkenntnisse und Designer-Food immer noch ungeschlagen ist die Maus. Die Maus stellt sämtliche für die Katze notwendigen Nährstoffe in einem optimalen Mischungsverhältnis zur Verfügung:

Der Hauptanteil besteht aus hochwertigem Eiweiß aus Muskelfleisch, in den Knochen befinden sich Mineralien, wie z.B. Calcium, im Verdauungstrakt der Maus ein kleiner Anteil Getreide und im Blut ein minimaler Anteil Blutsalze.

Daher sollte eine ideale Katzenernährung dem Mischungsverhältnis am Beispiel Maus so nahe wie möglich kommen.

Katzen sind Fleischfresser, und daran ist nicht zu rütteln! Wer meint, seine Katze aus ethischen Gründen vegetarisch ernähren zu müssen, dem würde ich von der Katzenhaltung dringend abraten, denn das ist in meinen Augen Tierquälerei. Natürlich ist es wohl möglich. Katzen sind so anpassungsfähig, dass der Mensch oft gar nicht merkt, was er seiner Katze damit antut. "Sie frisst es gerne" (was bleibt ihr anderes übrig?) und "Sie ist seit Jahren gesund" sind keine Argumente - es ist ganz einfach nicht artgerecht! 

Sowohl das Katzengebiss als auch der sehr kurze Verdauungstrakt sind auf Fleischmahlzeiten und auf eine eiweißreiche Ernährung ausgelegt. Getreide kann in dieser kurzen Zeit gar nicht richtig verdaut werden. Wenn man sich Katzen in der Natur bzw. Freigängerkatzen anschaut, dann plündern sie auch nicht Nachbars Gemüsebeete, sondern kommen mit Mäusen, Vögeln und sonstigem Beutefleisch an. Der Mensch hat das ganz einfach zu respektieren, und wenn wir eigene Katzen halten möchten, dann haben wir auch die Verantwortung, die Katze ihren Bedürfnissen entsprechend zu ernähren.

Eine ausgewogene Katzenernährung beinhaltet also zwar durchaus Kohlehydrate oder Getreide (im Magen der Maus allerdings bereits vorverdaut!), Mineralien, Vitamine und Salze, aber der überwiegende Teil sollte aus hochwertigem, tierischem Eiweiß bestehen.

Zucker hat in der Katzenernährung nichts verloren, und genauso wie beim Menschen ist er schlecht für die Zähne. Ich finde es traurig, dass es kaum eine Supermarkt-Futtersorte gibt, die ohne Zucker auskommt, denn der überwiegende Teil der Katzenbesitzer kauft das Futter leider im Supermarkt und nicht im Zoofachhandel. Zucker wird als Lockstoff und Geschmacksverstärker eingesetzt, was auch erklärt, warum viele Katzen nach diversen Supermarktsorten regelrecht süchtig sind und kein anderes Futter anrühren. Die Hersteller erklären die Verwendung von Zucker gerne damit, dass er als Farbstoff eingesetzt wird (für eine appetitliche Farbe der Soße) oder auch als Bindemittel.

Wenn man nicht gerade Ernährungsexperte für Katzenernährung ist, halte ich eine Fütterung mit handelsüblichem, hochwertigem Fertigfutter am sinnvollsten, weil man sicher sein kann, dass alle für die Katze lebenswichtigen Nährstoffe ausreichend enthalten sind. Ich bin der Meinung, mit einer gesunden Mischkost aus Trocken- und Nassfutter kann man am wenigsten falsch machen. Eine zusätzliche Fütterung von hin und wieder frischem Fleisch, Fisch oder katzenverträglichen Milchprodukten (Quark, Hüttenkäse, Katzenmilch...) erweitertert den Speiseplan noch zusätzlich.

Ich würde das Angebot auch nicht auf eine bestimmte Futtersorte oder Marke begrenzen, sondern immer mal wieder abwechseln. Das hat auch den Vorteil, dass die Katze Futterwechsel gewohnt ist und bei einer vielleicht irgendwann notwendigen Diätnahrung besser umgestellt werden kann. Es kommt auch öfter vor, dass Futtermittelhersteller ein Futter aus dem Programm nehmen oder die Rezeptur ändern. Plötzlich wird es von der Katze nicht mehr angenommen. Wenn sie jedoch auf dieses Futter fixiert war, wird sie sich schwer tun, ein anderes anzunehmen. Außerdem können so unterschiedliche Nährstoff-Inhalte besser ausgeglichen werden: Was das eine Futter vielleicht zu wenig hat, gleich ein anderes wieder aus.

Ein möglichst breites Futterspektrum wäre v.a. bei Kitten während der ersten 12 Wochen sehr wichtig. Was sie in dieser Zeit nicht kennengelernt haben, werden sie vielleicht für immer verweigern. Meine Katzen fressen beispielsweise kein Futter mit Fischgeschmack und auch keinen Tunfisch, den andere Katzen so lieben. Ich würde meinen Katzen zur Zahnpflege gerne auch rohes Fleisch zufüttern, aber Whisky habe ich nach vielen Versuchen nur dazu bringen können, Puten- oder Hühnerfleisch in ganz kleinen Brocken zu fressen (also zur Zahnpflege nicht unbedingt geeignet), und Bailey verweigert stur jedes frische Fleisch, egal welche Sorte, egal, ob gekocht oder roh.


"Hunde haben ein Herrchen oder Frauchen - Katzen ihr Personal."
Rolf Spangenberg

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