Impfungen

Über die Notwendigkeit von Impfungen bei Katzen gibt es hitzige Diskussionen. Die Befürworter sprechen von Verantwortung für die Gesundheit des Tieres und Verhinderung der Ausbreitung gefährlicher Krankheiten. Impfgegner sprechen gern von Geldmacherei der Tierärzte und führen gefährliche Nebenwirkungen und Impfschäden vor Augen. Es sollte sich deshalb jeder informieren und mit dem Tierarzt seines Vertrauens beraten, um sich selber eine Meinung zu bilden.

In den letzten Jahren wurde aber immer wieder diskutiert, ob eine jährliche Impfung tatsächlich nötig ist oder der Impfschutz länger vorhält. Auch mein Tierarzt vertritt die Meinung, dass diverse Impfungen gut und gerne 2 - 3 Jahre gesicherten Impfschutz bieten, die Grundimmunisierung und die erste Auffrischungsimpfung nach einem Jahr sollte aber auf jeden Fall gegeben sein. Dann könne das Intervall vergrößert werden.

Ich persönlich bin der Meinung, dass zumindest eine Grundimmunisierung gegen Katzenschnupfen, Katzenseuche und Leukose unumgänglich ist, da Krankheiten wie z.B. Katzenschnupfen gerade für junge Kätzchen oft lebensgefährlich sein können.

Empfohlener Zeitplan

Katzen nehmen über die erste Muttermilch, die Kolostralmilch, die Antikörper der Mutter mit auf. Dieser natürliche "Impfschutz" besteht allerdings nur in den ersten Wochen und geht nach und nach verloren. Ab etwa der 12. Woche ist kein Impfschutz mehr vorhanden.

Der erste Impfdurchgang, die Grundimmunisierung, besteht aus 2 Impfungen im Abstand von einigen Wochen. Für die erste Impfung für Katzenschnupfen, Katzenseuche und Leukose wird etwa die 9. Woche empfohlen, für die 2. Impfung etwa die 12. Woche. Mein Tierarzt war in dieser Hinsicht eher für einen etwas größeren Abstand, um nicht gerade in die erste Produktion der Antikörper hineinzuimpfen. Damit die Impfung auch wirkt, sollten Katzen vor jeder Impfung entwurmt werden. Die Entwurmung kann zwar gleichzeitig mit der Impfung stattfinden, aber gerade bei jungen Kätzchen wäre das eine enorme Belastung für den Organismus. Ideal wäre eine Entwurmung eine Woche vor dem Impftermin. 12 Monate nach der 2. Impfung sollten die Impfungen aufgefrischt werden.

Die erste Tollwutimpfung kann ab der 12. Woche stattfinden.

Welche Impfungen gibt es?

Die folgenden Impfungen sind für Katzen möglich. Auf die Krankheiten selber gehe ich im gesonderten Menüpunkt Krankheiten näher ein.

Katzenschnupfen

Die Krankheit wird durch Herpes- und Calciviren übertragen, und die Ansteckung erfolgt in der Regel durch direkten Kontakt mit einer infizierten Katze. Das Virus für Katzenschnupfen verändert sich wie das menschliche Grippevirus ständig, deshalb ist für einen sicheren Impfschutz eine jährliche Auffrischung nötig.

Katzenseuche

Das Katzenseuche-Virus kann auch an den Schuhen mit eingeschleppt werden, deshalb können auch Wohnungskatzen erkranken. Mein Tierarzt ist der Meinung, dass eine jährliche Impfung nicht nötig wäre, sondern der Impfschutz sehr viel länger anhält, jedoch wird diese Impfung üblicherweise als Kombinationspräparat zusammen mit der Impfung gegen Katzenschnupfen vertrieben.

Leukose

Eine Leukoseimpfung ist nur dann sinnvoll, wenn die Katze das Virus nicht schon in sich trägt (kann durch die Muttermilch übertragen werden). Dafür wird der Katze erst einmal Blut abgenommen und getestet. Das kann in wenigen Minuten in der Praxis erledigt werden. Ist die Katze negativ, kann sofort geimpft werden. Auch hier ist nach Aussage meines Tierarztes ein Impfschutz von mindestens 2 Jahren gegeben.

Tollwut

Tollwut ist eine ernstzunehmende tödliche Krankheit ohne jede Behandlungsmöglichkeit, die auch auf den Menschen übertragbar ist - damit sollte sicher nicht leichtfertig umgegangen werden. Allerdings ist gerade die Tollwutimpfung für Komplikationen und Impfschäden bzw. Impfsarkome immer wieder im Gespräch.  Für den EU-Heimtierpass, für Reisen ins Ausland und für Katzenausstellungen ist die Impfung meines Wissens vorgeschrieben, aber wird die Impfung nicht für solche Zwecke benötigt, ist in Gebieten, in denen seit Jahren kein Fall von Tollwut mehr aufgetreten ist, wirklich zu überlegen, ob man das Risiko eingehen möchte. Auch hier habe ich mich mit meinem Tierarzt beraten, laut dessen Aussage hier im Ort und auch in weiterer Umgebung seit über 10 Jahren kein Fall von Tollwut mehr aufgetreten ist, und wenn die Krankheit wieder in Vormarsch sei, könne man kurzfristig immer noch impfen.

FIP (feline Bauchfellentzündung)

Diese Impfung ist nach wie vor umstritten, ja wird sogar teilweise als Auslöser der Krankheit vermutet. Hier ist eine kritische Betrachtung durchaus angesagt, zumal die Zuverlässigkeit der Impfung scheinbar zu wünschen übrig lässt und ein gesicherter Schutz vor dieser Krankheit trotz Impfung nicht gegeben ist.

Chlamydien

Chlamydien sind Bakterien, die als häufiger Auslöser für Bindehautentzündungen angesehen werden und in Zusammenhang mit Katzenschnupfen zu Komplikationen führen können. Eine Impfung wird jedoch nur in sehr seltenen Fällen empfohlen, wenn ein besonderes Ansteckungsrisiko besteht.

 


Es kommt eine Ratte teuer zu stehen, einer Katze am Schwanz zu nagen.
Aus China

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