Jede Katze ist anders

Dass Katzen nicht einfach "nur" Katzen sind, sondern dass jede einzelne ihre ganz eigene Persönlichkeit und ihren eigenen Charakter hat, möchte ich hier beweisen.

Whisky und Bailey sind, wenn man so will, genetische Zwillinge, denn sie stammen aus dem selben Wurf. Aufgrund ihres fast identischen Aussehens ist auch anzunehmen, dass sie denselben Vater haben. Beide Katzen sind seit der Geburt zusammen aufgewachsen und wurden immer gleich behandelt.  Aber so ähnlich sie aussehen, so verschieden sind sie im Charakter.

 

Whisky ist der Gemütliche, der sich nur so viel bewegt wie nötig, der auch kaum zum Spielen zu überreden ist.

Bailey hingegen ist regelrecht hyperaktiv, kann kaum stillsitzen, braucht unglaublich viel Bewegung und will ständig rennen. Vom Spielen kann sie nicht genug kriegen und fordert es regelrecht ein.

 

Whisky ist unglaublich verfressen und würde für Futter alles tun, deshalb liebt er auch sein Fummelbrett. Beim Fressen schlingt er sein Futter hinunter und schluckt Trockenfutter oft ohne zu kauen ganz. Er ist ein stattlicher 5-Kilo-Kater (im Winter noch schwerer), bei dem man schon langsam auf das Gewicht aufpassen muss.

Bailey interessiert Futter nicht sonderlich, sie frisst eher wenig, und man kann sie mit Futter nicht wirklich locken. Das Fummelbrett ist deshalb auch von eher kleinerem Interesse für sie. Wenn sie frisst, dann tut sie das extrem langsam und gründlich, nimmt sich alle Zeit der Welt. Sie braucht sicher mindestens 4 - 5x so lange wie Whisky. Sie ist klein und sehr schlank und wird oft noch für ein junges Kätzchen gehalten.

 

Whisky liebt rohes Hühnerfleisch, dafür trinkt er eher selten Katzenmilch.

Bailey rührt Fleisch weder in roher noch in gekochter Form an, ist aber verrückt nach Katzenmilch.

 

Whisky ist ein völlig unkomplizierter, zufriedener Kater, der sich gut mit sich alleine beschäftigen kann.

Bailey ist eine regelrechte Diva, die ständig Aufmerksamkeit und Beschäftigung braucht, die auch einfordert, was sie will und weiß, wie sie es bekommt. 

 

Whisky ist ein großer Schnurrer und tut das mit einer Lautstärke, wie ich es noch nie gehört habe. Es reicht oft schon, ihn einfach anzusehen, damit er anfängt zu schnurren.

Bailey ist mit ihrem Schnurren extrem geizig. Beim Streicheln lässt sie sich nicht immer dazu herab, selbst wenn sie es sichtlich genießt. Da muss man sich schon ordentlich anstrengen und sie so verwöhnen, wie sie es will.

 

Whisky bringt in seiner Schmuse-Ekstase beim Kuscheln ganz ordentlich kräftige Liebesbissen an.

Bailey fängt hingegen beim Extremkuscheln immer an, an nackter Haut zu lecken, das muss sein, sie kann gar nicht anders.

 

Whisky ist ein Softie - er mag zarte und leichte Berührungen beim Streicheln. An den Barthaaren und Tasthaaren ist er extrem emfindlich, wenn man da nicht aufpasst, dass man sie so wenig wie möglich berührt, beendet er die Schmuseeinheit frühzeitig.

Bailey will richtig mit Kraft und viel Druck gestreichelt werden oder mit allen Fingern und beiden Händen mit Druck der Wirbelsäule entlang fast geknetet werden. Am liebsten sperrt sie sich auch noch mit den Beinen irgendwo dagegen, dass sie selber den Druck noch verstärken kann.

 

Whisky mag überhaupt nicht gebürstet werden.

Bailey liebt das Bürsten, v.a. mit viel Druck.

 

Whisky wird gern herumgetragen, auf dem Arm wird er zu einer Stoffpuppe und lässt Beine, Kopf und überhaupt das ganze Oberteil wie einen nassen Sack über meinen Ellbogen hängen.

Bailey mag überhaupt nicht getragen oder hochgehoben werden. Sind es mal länger als 5 Sekunden, ist das schon eine der besonderen Gelegenheiten.

 

Whisky hat - außer beim Herumtragen - immer Körperspannung, also auch beim Streicheln und Kuscheln. Man hat immer das Gefühl, er ist ein wahres Kraftpaket und jederzeit einsatzbereit.

Bailey ist hingegen weich und biegsam, als ob sie keine Knochen im Leib hätte. Beim Streicheln kann sie sich auch so gehen lassen, dass man das Gefühl hat, man könne sie biegen, wie man sie gerade braucht.

 

Whisky jagt am liebsten alles, was in der Luft ist.

Bailey ist hingegen die große Mäusefängerin.

 

Whisky sehe ich selten eine Maus auch wirklich fressen, und wenn, dann schlingt er sie hinunter.

Bailey frisst Mäuse sehr oft, sie seziert sie auch fein säuberlich und frisst sie langsam und genüsslich. Immer lässt sie die blank geputzte Gallenblase und bei großen Feldmäusen auch den Darm sauber abgeleckt zurück.

 

Whisky scheint scheint schlechtes Wetter nicht allzuviel auszumachen.

Bailey wird aber nicht gern nass und spielt dann oft lieber die Beleidigte als dass sie rausgeht. Schnee und Kälte hasst sie mehr als alles andere.

 

Whisky liebt es, von mir abgetrocknet und in ein Handtuch eingepackt zu werden, wenn er mit nassem Fell aus dem Regen ins Haus kommt, und fordert das regelrecht ein.

Bailey hasst es, abgetrocknet zu werden, und flüchtet, sobald sie mich mit dem Handtuch nur sieht.

 

Die Liste könnte man sicher noch länger fortführen. Und jetzt soll noch einer sagen, alle Katzen wären gleich!


Für Katzenliebhaber ist jede Katze von Anbeginn an absolut einzigartig.
Jenny de Vries

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