Katzen-Bücher

Es gibt eine Unmenge an Katzenbüchern auf dem Markt, die man gar nicht alle lesen kann. Aber vielleicht ist es dennoch für den Einen oder Anderen hilfreich, wenn ich hier auch nur diejenigen aufliste, die ich selber besitze und gelesen habe.

Meine Kommentare dazu, was ich gut oder weniger gut fand, geben lediglich meine persönliche Meinung wieder - und die kann ja bei jedem anders sein.

Mark Evans: Katzenkinder aufziehen

Das ist meiner Meinung nach ein wundervolles Einsteigerbuch, denn es bietet ein sehr kompaktes, aber gutes und auf den Punkt gebrachtes Grundwissen zu allen Bereichen der Katzenhaltung. Es beginnt zwar mit der Kitten-Aufzucht, beginnend mit der Geburt und gegliedert in die ersten Lebenswochen, aber es beinhaltet auch alles andere, was man zum Thema katzengerechte Wohnung, Verhalten, Ernährung, Gesundheit und Gesundheitsvorsorge wissen muss. Es ist also keineswegs nur für diejenigen gedacht, die sich eine Jungkatze ins Haus holen. Aufgelockert wird das Buch durch viele Bilder, die jedoch meist themenbezogen sind und nicht unbedingt Bildband-Qualität haben.

Katrin Behrend: Katzen - glücklich und gesund

Dieses Buch ist ein noch kompakteres und kürzeres Werk für denjenigen, der wirklich nur die nötigsten Grundbegriffe nachlesen will. Es verschafft auch tatsächlich einen guten Überblick. Das Thema Ernährung, das mit wenigen Fragen und Antworten abgehandelt wird, ist aber meiner Meinung nach viel zu kurz gehalten, um einen umfassenden Überblick über die Bedürfnisse der Katze und die unterschiedlichen Futterqualitäten zu geben. Auch das Thema Gesundheit ist sehr kurz gehalten, Infektionskrankheiten werden nicht behandelt, nur die auf den Menschen übertragbaren werden in einem Satz abgehandelt. Als Bonus hingegen ist zu sehen, dass auf 2 Doppelseiten die gängigsten Rassekatzen in Rasseprofilen vorgestellt werden.

Für den schnellen Einstieg ist das Buch o.k., ich würde aber unbedingt empfehlen, sich zumindest zusätzlich über gesunde Ernährung zu informieren.

Sabine Schroll: Miez, Miez - na komm!

Ein wunderbares Einsteigerbuch, das etwas mehr ins Detail geht als die üblichen 0-8-15-Ratgeber. Auf farbige Bilder muss man allerdings verzichten, der Schwerpunkt ist auf den Text gelegt, der nur hin und wieder mit Schwarz-weiß-Fotos aufgelockert wird.

Die Autorin - selber Tierärztin - versteht es jedoch wunderbar, in einem verständlichen, liebevollen und humorvollen Schreibstil grundlegendes Katzenwissen zu vermitteln. Das Buch ist also nicht trocken zu lesen, ganz im Gegenteil. Das ganz Besondere an diesem Buch sind nämlich ihre vielen bildhaften Vergleiche, um verschiedene Katzenverhaltensmuster für den Menschen verständlich zu erklären. Selbst erfahreneren Katzenhaltern wird hin und wieder ein Licht aufgehen. Nicht umsonst wird einem bei der Frage nach Katzen-Buchtipps dieses Buch immer wieder empfohlen.

Das Buch beginnt schon bei der Auswahl der richtigen Katze und geht dann erst mal mit Verhaltensweisen von Katzen weiter, damit man in der Lage ist, Katzen nicht nur als Fellbündel zu mögen, sondern auch zu verstehen.

Den Schwerpunkt legt die Autorin auf Wohnungskatzen, weil es besonders schwer ist, diese der Natur entsprechend artgerecht zu halten und Ihnen den Freigang bestmöglich zu ersetzen. Man findet für ein allgemeines Katzenbuch überdurchschnittlich viele Spieltipps sowie Anregungen und Basteltipps für eine katzengerechte Wohnung. Das heißt aber nicht, dass das Buch für Halter von Freilaufkatzen überflüssig ist! Auch Freigänger werden umgesetzte Anregungen dankbar annehmen!

Ich würde für das Buch jedenfalls eine klare Kaufempfehlung abgeben.

Martina Braun: Kätzisch für Nichtkatzen

Dieses Buch beschränkt sich ausschließlich auf das Katzenverhalten und bringt es auf den Punkt. Weil ich der Meinung bin, dass das Verstehen des Katzenverhaltens das Um und Auf ist, wenn man mit Katzen leben möchte, ist das Buch nur zu empfehlen.

Der Inhalt ist gegliedert in

  • Lautsprache
  • Mimik, Gestik, Körperhaltung
  • Soziale Formen des Zusammenlebens unter Katzen
  • Das Revier von Freilauf- und Wohnungskatzen
  • Konfliktverhalten bei Stress
  • Spielverhalten und Beutejagd

Der Inhalt ist ähnlich vollständig wie im Buch "Miez, Miez, na komm!", beschränkt sich aber wie gesagt nur auf das Verhalten. In diesem Punkt könnte ich aber nicht sagen, welches der beiden Bücher dies besser oder verständlicher vermittelt, ich denke, da sind sie sich ebenbürtig.

Der große Pluspunkt bei diesem Buch ist die wirklich ansprechende und liebevolle Gestaltung. Die optische Gestaltung in sanften Farben vermittelt einem ein richtiges Wohlfühlklima, es ist schön gegliedert und mit vielen wunderschönen und auch themenbezogen aussagekräftigen Farbfotos aufgelockert. Wie ein roter Faden ziehen sich die Kommentare des Katers Sala durch das Buch.

Also alles in allem ein wirklich empfehlenswertes Buch, wenn es um das Katzenverhalten geht, aber zum Einstieg in die Katzenhaltung würde ich trotzdem erst ein allumfassendes Buch empfehlen und dieses dann zur Ergänzung.

Pam Johnson: Katzenpsychologie

Das Buch kam mir irgendwie sehr oberflächlich und sehr amerikanisch vor. In verschiedenen Kapiteln wird immer wieder das Gleiche wiederholt. Außerdem beschreibt die Autorin ausgiebig das Verhalten der Katzen, also z.B. Markieren, Geruchssinn, Laute, Fressverhalten, Kratzverhalten etc. Die üblichen Theorien zu Unsauberkeit, aggressivem Verhalten etc. ebenfalls, aber für ein Buch, das den Titel Katzenpsychologie trägt, hätte ich mir wesentlich tiefer gehende Information erwartet.

Die Autorin ist fixiert auf 2 ganz bestimmte Spielzeuge: Den Kätzchen-Necker und den Kätzchen-Tänzer, im Grunde genommen nur 2 verschiedene Angelspielzeuge (inzwischen auch in Europa erhältlich), die aber für sie das Non plus Ultra sind. Sie spricht zwar immer hochtrabend von "Spieltherapie", was aber im Endeffekt nichts anders heißt, als dass man eben mit seiner Katze spielen soll. Punkt. Als wirklich nervtötend empfand die ständigen Hinweise darauf, die Katze mit Bierhefetabletten zu belohnen. Außerdem schwört sie auf eine "Körnermischung" als (tägliche) Nahrungsergänzung wegen der Ballaststoffe, bestehend aus Bierhefe, Hafer- oder Weizenkleie und Lecithin-Körnern. Ich persönlich frage mich, ob das nicht zuviel Kohlehydrate für das Verdauungssystem der Katze sind. Ob Vitamin C unter's Futter gemischt wirklich gegen Stress hilft, kann ich nicht beurteilen. All diese Ratschläge kommen wieder und immer wieder, beinahe in jedem Kapitel und das nervt mit der Zeit. 

Zur Zusammenführung vertritt die Autorin die Theorie, dass man eine neue Katze erst mal ziemlich lange in einem separaten Raum halten soll, bevor sie mit der/den anderen Katze(n) zusammengebracht wird.

Positiv wiederum finde ich, dass sie von Bachblüten überzeugt ist und diese auch weiterempfiehlt. Es werden jedoch nicht mal alle Sorten vorgestellt.

Das klingt jetzt alles ziemlich negativ - soooo schlecht ist das Buch nun auch wieder nicht, vielleicht haben nur die steten Wiederholungen zu einer Abwehrreaktion geführt. Es bietet schon einiges an Grundinformationen. Aber wenn ich es mit einer wirklichen Problemkatze zu tun hätte, hätte es mir überhaupt nicht weitergeholfen.

Ich habe danach noch "Miez, miez, na komm" angefangen, und bereits die ersten 50 Seiten haben mir mehr gegeben als 215 Seiten Katzenpsychologie, zumal das Buch auch noch wesentlich unterhaltsamer geschrieben ist.

Sabine Schroll: Aller guten Katzen sind...?

Dieses Buch ist nicht wie die meisten anderen hier vorgestellten allgemein gehalten, sondern befasst sich konkret mit dem Mehrkatzenhaushalt.

Es beginnt mit Überlegungen, über die sich jeder Katzenhalter klar werden sollte, der über mehr als zwei Katzen nachdenkt, nämlich ob man den "alteingesessenen" Katzen damit etwas gutes tut oder nur eigennützig handelt.

Dann folgt ein ausführlicher Abschnitt über die richtige Auswahl einer zur Gruppe passenden Katze und die Zusammenführung. Auch über Beziehungen unter Katzen lernt man einiges, um sich in die Katzen hineinfühlen zu können und das Ganze aus Katzensicht zu sehen. Weiters gibt die Autorin Tipps, wie man einen Mehrkatzenhaushalt organisiert, um den Katzen bestmögliche Lebensbedingungen zu schaffen.

Der Hauptteil des Buches widmet sich aber doch den Problemen und Verhaltensstörungen, die sich in Katzengruppen ergeben können, wie man ihnen begegnet und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt. Die Autorin ist selber Tierärztin und auf Verhaltenstherapie bei psychischen Störungen spezialisiert. Daher verschweigt sie auch nichts und macht schonungslos deutlich, dass mehr Katzen nicht automatisch gleichzusetzen sind mit mehr Glück und mehr Spaß, sondern dass ein Mehrkatzenhaushalt für Katzen durchaus auch eine Belastung und für den Menschen in der Folge eine sehr große Herausforderung sein kann.

Das Buch zeigt wirklich deutlich alle Facetten auf, und man wird sensibilisiert, dass man das Thema im Sinne der Katzen auf keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen darf. Mir persönlich hat es vor einigen Jahren geholfen, als ich vor der Entscheidung stand, zwei Kätzchen aus dem geretteten Wurf einer wildlebenden Katze dazuzunehmen. Schlussendlich war mir das Risiko aufgrund der Erkenntnisse aus dem Buch zu hoch und ich habe mich schweren Herzens zum Wohle meiner Katzen dagegen entschieden nach dem Motto "Never change a winning team".

Desmond Morris: Catwatching

Ein sehr interessantes, ausführliches und empfehlenswertes Buch über verschiedene Verhaltensweisen und auch die Körpersprache der Katze. Auch Katzenerfahrene werden damit noch das eine oder andere Aha-Erlebnis haben und sich plötzlich über Zusammenhänge klar werden.

Das Buch setzt sich aus lauter einzelnen Fragen zusammen, die dann ausführlich beantwortet werden, z.B.

  • Wieviele Arten von Fellhaar hat eine Katze?
  • Warum wedelt eine Katze mit dem Schwanz?
  • Warum werfen junge Katzen ihr Spielzeug manchmal hoch in die Luft?
  • Können Katzen Erdbeben voraussagen?
  • Warum fauchen Katzen?
  • Warum schnattert eine Katze, wenn sie durch's Fenster einen Vogel sieht?
  • Was macht eine Katze mit ihren Schnurrbarthaaren?
  • Wie viele verschiedenen Laute kann eine Katze hervorbringen?

Außerdem enthält das Buch zahlreiche Farbfotos.

Für diejenigen, die sich nicht mit einem 0-8-15-Grundwissen zufrieden geben möchten, sondern die Katze "von Grund auf" kennenlernen wollen, ist das Buch auf jeden Fall empfehlenswert.

Helena Dbalý und Stefanie Siegl: Das Spielebuch für Katzen

Das ist ein meiner Meinung nach sehr umfassendes und ausführliches Spielebuch für Katzen und beinhaltet sehr viele Ideen, angefangen von ganz einfachem Spielzeug, Duft-Spielzeug über Futter- oder Wasserspiele bis zu den komplexeren Denkspielen. Selbst eine Einführung in das Clickertraining wird geboten. Der Leser erfährt aber das ganze Buch hindurch wichtige Hintergrundinformationen zum Spielverhalten von Katzen und über die Wichtigkeit des Spielens.  Es ist in einem leicht verständlichen Schreibstil gehalten und mit zahlreichen Fotos bebildert.

Helena Dbalý, eine der beiden Autorinnen, ist die Erfinderin der Katzenfummelbretter, die auf über 20 Seiten ausgiebig vorgestellt und beschrieben werden, unterstützt durch viele Beispielfotos von unterschiedlichen Fummelbrettern. Einige Bauanleitungen ermöglichen den einfachen Nachbau. Auch das ganz neu im Handel erhältliche Cat Activity Fun Board, ein spülmaschinenfestes Fummelbrett aus Kunststoff, wird darin vorgestellt.

Generell kann man nur jedem Katzenhalter empfehlen, seine Katze durch häufiges Spiel fit und gesund zu halten und die Bindung zu ihr zu festigen. Selbst Freigängerkatzen nehmen Spielstunden freudig an. Dieses Buch enthält die Ideen dazu, wie man das abwechslungsreich und für die Katze interessant umsetzen kann und ist daher absolut zu empfehlen.

Gisela Kraa: Bach-Blüten für Katzen

Da die Wirkung von Bachblüten auf Tiere als erwiesen gilt und Bach-Blüten überdies auch auf das Verhalten und die Psyche wirken, wo die meisten Medikamente ihre Grenze haben, wird diese Behandlungsform immer beliebter.

Das Buch beginnt mit einigen Seiten über grundsätzliche Informationen zu Bach-Blüten, deren Dosierung und Verabreichung.

Der Hauptteil widmet sich der ausführlichen Vorstellung aller Bach-Blüten und ihrer Wirkung. Dazu gehört auch die Beschreibung, welches in der Gesamtheit zu sehende Verhalten der Katze ein Indiz für eine bestimmte Blüte ist.

Wer sich für die Behandlung mit Bach-Blüten interessiert, ist mit diesem Standard-Werk sicher gut beraten, auch wenn ein Buch niemals einen erfahrenen Tierarzt oder Tierheilpraktiker ersetzen kann.

Linda Tellington-Jones: TTouch® für Katzen

Tellington TTouch® ist eine von Linda Tellington-Jones entwickelte spezielle Berührungsmethode, die das Wohlbefinden von Tieren steigern und die Beziehung Mensch - Tier positiv beeinflussen kann. Dieses Buch bezieht sich speziell auf die Anwendung bei Katzen.

Gerade bei Problemkatzen (z.B. Tierheimkatzen, aggressive oder eingeschüchterte Katzen...) soll diese Methode sehr erfolgreich sein. Der TTouch® ist eine Art Massagemethode, die mit sanft kreisenden oder streichenden Bewegungen den ganzen Körper der Katze miteinbezieht. Das Ziel dabei ist, die Zellfunktionen anzuregen.

In diesem Buch stellt die Autorin die von ihr entwickelten verschiedenen Touches und Anwendungsmöglichkeiten vor und bringt auch immer wieder Fallbeispiele.

Zur Wirksamkeit dieser Methode kann ich selber nichts sagen, da ich sie nie ernsthaft ausprobiert habe und zudem auch keine wirklichen Problemkatzen mit behandlungsbedürftigen Verhaltensauffälligkeiten habe, an denen man den Erfolg deutlich sehen könnte.

Katzen - Erkennen und Bestimmen

Ein kleines, kompaktes Büchlein, das die gängigsten Katzenrassen mit Geschichte und Herkunft, Fell und Farben, Körperbau und Größe, Charakter und Temperament vorstellt. Aufgelockert wird der Text von über 160 Farbfotos. Die Einführung über die Sprache und die Sinne der Katze sind ebenso wie der Anhang über die Geschichte der Katze sehr kurz gehalten und reichen daher nicht aus, um sich als Einsteiger ein gutes Katzengrundwissen anzueignen.

Die Rasseportraits beinhalten keine ausführlichen vorgeschriebenen Rassestandards, wie sie auf Ausstellungen verlangt werden und sind deshalb wirklich für jeden verständlich gehalten, der sich nur einen Überblick über die verschiedenen Rassekatzen verschaffen will.

Angela Rixon: Die farbige Enzyklopädie der Katzen

Auch dieses Buch beschäftigt sich mit Rassekatzen - allerdings bechränkt es sich nicht wie das vorige auf allgemeine Beschreibungen, sondern es ist eher gezielt auf Ausstellungen und Rassestandards ausgelegt.

Bei jedem Rasseportrait findet sich zwar eine kurze Beschreibung, wie die Rasse entstand, sowie ein kleiner Absatz zum Charakter; hauptsächlich und meist auf mehreren Seiten werden aber die Merkmale angeführt, die bei Ausstellungen beachtet werden. Man erfährt, wieviele Punkte man mit dem jeweiligen Körperteil bei einer Ausstellung erreichen kann, welche Merkmale als "Fehler" gelten und wie genau die Hauptmerkmale (Körperbau, Kopf, Fell, Nase, Ohren, Beine,...) aussehen müssen. Auch werden die verschiedenen Farbvariationen genau beschrieben.

Die Fotos, die alle ohne Hintergrund abgebildet sind, erscheinen leider sehr farblos, fast grau. Das hat mich am meisten enttäuscht, denn gerade bei den vielen wunderschönen Rassen, bei denen auf die Optik so viel Wert gelegt wird, erwartet man doch, sie im besten Licht zu sehen. Der allgemeine Teil vermittelt zwar ein Minimum an Grundwissen, aufgrund einiger Aussagen (z.B. wird von Sterilisation statt von Kastration gesprochen) kommt mir aber vor, dass entweder sehr ungenau recherchiert wurde oder die Informationen veraltet sind.

Ich liebe ja eher die natürliche Vielfalt und schaue mir Rassekatzen lieber auf schönen Fotos an, an denen ich mich erfreuen kann. Außerdem liebe ich Katzen wegen ihrem Wesen und ihrer vielfältigen Charaktere. Bei einem solchen Buch, in dem es nur um Punkte und genau festgelegte optische Eigenschaften geht, bekomme ich persönlich immer den Eindruck, dass die Katze als "Sache" betrachtet wird, bei der hauptsächlich auf Perfektion Wert gelegt wird. Ich persönlich kann mir ja nicht einmal vorstellen, was einen liebenden Katzenhalter dazu bewegt, seine Katze einen Tag lang in einer mit Menschen überfüllten Halle eingesperrt in einem Käfig zur Schau zu stellen. Aber wenn ich dann lese, dass beispielsweise eine falsche Augenfarbe, ein besonders graziler Körperbau, etwas zu weit auseinanderstehende Ohren oder ähnliches als FEHLER angesehen wird, dann kann ich mir nicht helfen, dann stehen mir als Katzenliebhaber buchstäblich die Haare zu Berge. Ich selber kann mich also mit dieser Art Informationen nicht anfreunden, aber Meinungen dürfen ja auch auseinandergehen. Für jemanden, der gerne Ausstellungen besucht und die Unterschiede erkennen möchte, oder für jemanden, der überlegt, selber Rassekatzen zu züchten, mag das Buch deshalb durchaus informativ sein.

Ralf Schmitz: Schmitz' Katze - Hunde haben Herrchen, Katzen haben Personal (Hörbuch)

Der deutsche Comedian Ralf Schmitz erzählt darin vom jahrzehntelangen Zusammenleben mit seiner über 20-jährigen Katze Minka, die wie alle Katzen ihre Eigenheiten hat, aber auch Katzen und Katzengeschichten aus dem Bekanntenkreis kommen nicht zu kurz. Jeder Katzenbesitzer wird darin die typischen Situationen mit Katzen und auch seine eigene Katze wiedererkennen.

Ich selber bin nicht unbedingt ein Fan von deutscher Comedy oder Ralf Schmitz, bin aber der Meinung, dass sich dieses Buch/Hörbuch doch von reiner Comedy abhebt und muss zugeben, dass ich selber öfter herzlich gelacht habe. Als leichte Unterhaltung (das Hörbuch macht den Wochenendputz oder die Bügelwäsche doch um einiges erfreulicher) kann ich es also durchaus empfehlen.

Nina Sandmann: Für Katzenfreunde

Ein wunderschönes Geschenkbüchlein mit zauberhaften Katzenfotos und den schönsten Katzensprüchen. Viele der Sprüche auf meiner Homepage stammen aus diesem Büchlein.

Nina Merian: Witzige Katzen

Ebenfalls ein kleines Geschenkbüchlein mit teilweise wirklich witzigen Katzenfotos. Meiner Meinung nach gehen aber auch viele der Fotos kaum über Amateurfotos hinaus, und im Gegensatz zum vorher beschriebenen Buch bestehen die Texte auch nicht aus Sprüchen, sondern einfach aus einer etwas gezwungen wirkenden witzigen Beschreibungen der Fotos. Ich persönlich ziehe das Buch "Für Katzenfreunde" auf jeden Fall sowohl von den Fotos als auch von den schönen Sprüchen her vor.

Robert Gernhardt: Was deine Katze wirklich denkt

Vorab: Wer sich von diesem Buch Informationen erwartet, wie Katzen ihre Umwelt und ihre Menschen sehen, wird enttäuscht werden. Es ist ein kleines Geschenkbüchlein, das eher humorvoll gemeint sein soll. Meinen persönlichen Humor trifft es nicht, aber die Geschmäcker sind ja verschieden.

Der Inhalt besteht aus philosophischen Exkursen der Katze Schimmi, die sich mehr oder weniger durchgend mit dem Essen und speziell mit dem Schinken auf dem Brot des Menschen beschäftigen. Mir kommt vor, der Autor versucht, eine sehr schlichte, subtile Sprache, die vielleicht das "Niedliche" der Katze betonen soll, doch mit hoher Literatur und philosophischen Gedanken zu verknüpfen. Bei mir persönlich kommt diese Mischung leider überhaupt nicht an.

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