So kam ich zu meinen Katzen

Zu meinen Katzen kam ich quasi wie die Jungfrau zum Kind.

Eigentlich war ich der Meinung, als ganztägig berufstätiger Single wäre es unmöglich bzw. egoistisch, Katzen zu halten, wenn man sich nicht ausreichend darum kümmern kann. Allerdings habe ich immer versucht, die Nachbarskatzen, die durch meinen Garten spazierten, dazu zu bewegen, sich von mir streicheln zu lassen. Das hat die Sehnsucht nach einer eigenen Katze immer wieder erneut geweckt.

Und dann kam Bernadette...

Bernadette lief mir über den Weg, als sie gerade eine Anzeige aufgeben wollte, dass sie junge Kätzchen zu verschenken hätte. Ich glaube, ich hatte schon beim ersten Satz ein Leuchten in den Augen. Sie erzählte bereitwillig, und nach spätestens 3 Sätzen hatte ich mich ungesehen in die Katzen verliebt. Und natürlich kam wieder Wehmut auf. Ich erzählte ihr, dass ich sooo gern eine Katze hätte, aber es nicht über's Herz brächte, sie den ganzen Tag alleine zu lassen.

Das Gespräch und die Katzen gingen mir den ganzen Tag nicht mehr aus dem Kopf. Ich klagte mein Leid in einem Internetforum, in dem ich täglicher Stammgast war. Zwar kein Katzenforum, aber mit vielen Katzenbesitzern. Die lieferten mir die Lösung dann auch binnen Minuten: "Nimm doch gleich 2 Katzen!" Und wenn ich ohnehin vorhätte, ihnen Freigang zu gewähren, dann hätten sie untertags sowieso auch ausreichend Beschäftigung.

Ich sicherte mich noch in einem Gespräch mit der Tierarztpraxis ab, ob das auch wirklich tiergerecht sei, und auch dort wurde mir versichert, mit 2 Katzen sei das überhaupt kein Problem. Noch am selben Tag rief ich Bernadette an: "Und was wäre, wenn ich gleich zwei Katzen nehme???" Sie musste lachen, weil sie mir dasselbe vorschlagen wollte. Sie habe am Leuchten in meinen Augen gesehen, wie sehnlich ich mir eine Katze wünsche und sich auch schon Gedanken gemacht, ob es für das Problem keine Lösung gibt.

Somit war die Entscheidung innerhalb eines einzigen Tages gefallen, und selten war eine Entscheidung so richtig!

Noch in der selben Woche durfte ich die 5 Wochen alten Kätzchen besuchen. Es waren 3 Stück, die sich zum Verwechseln ähnlich sahen. Auf diesem Foto sind sie allerdings schon 7 Wochen alt.

Whisky und Bailey mit ihrem Bruder beim Fressen

Dabei sah ich schon das erste Problem auf mich zukommen - 2 völlig gleiche Katzen??? Da ich mich nicht entscheiden konnte, ob ich lieber Kater oder Katzen wollte, hatte ich mich für ein Pärchen entschieden. Der Wurf bestand aus einem Weibchen und zwei Katern, somit war Bailey schnell ausgesucht. Bailey hatte am wenigsten weiß im Fell, also suchte ich mir den Kater mit möglichst mehr weiß im Fell aus, außerdem hatte ich mich in Whiskys weiße Schwanzspitze verliebt, die ja wirklich ein besonderes Merkmal ist und zu Erkennungszwecken nicht unpraktisch. Viel später hat sich dann herausgestellt, dass ich instinktiv genau richtig entschieden habe, da Whisky und Bailey viel mehr miteinander gespielt haben und öfter zusammengekuschelt geschlafen haben, das dritte Katerchen aber eher ein Einzelgänger war. Erst Monate später entdeckte ich auf den Fotos von den ersten Wochen, dass immer Whisky und Bailey zusammen waren und zusammen gespielt haben. Auch auf dem Foto oben sind es die beiden Katzen links, rechts alleine ist das Brüderchen.

Die mir unendlich lang erscheinende Wartezeit bis zum Einzug der Katzen verbrachte ich mit dem Bau von 2 Kratzbäumen, der katzensicheren Umgestaltung meiner Wohnung (meine sämtlichen Zimmerpflanzen, die fast alle für Katzen giftig waren, schenkte ich dann gleich Bernadette...) und damit, ein komplettes Katzenforum kurz und klein zu fragen.

In der 7. Woche durfte ich die Kätzchen noch einmal besuchen, und mit knapp 10 Wochen, als die Katzenmutter schon eher genervt und die Kätzchen schon sehr selbständig waren, sind sie dann bei mir eingezogen, haben mein Leben auf den Kopf gestellt, mich völlig versklavt und sich in mein Herz geschlichen.

An dieser Stelle ein großes Danke an Bernadette, Kathrin, Michael und Julia für das riesengroße Vertrauen, mir diese wunderbaren Katzen zu überlassen. Nicht zuletzt ist diese Seite auch für euch, damit ihr immer auf dem Laufenden seid, wie es ihnen geht.


Für blinde Seelen sind Katzen ähnlich. Für Katzenliebhaber ist jede Katze, von Anbeginn an, absolut einzigartig.
Jenny de Vries

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