Trockenfutter

Trockenfutter wird aus verschiedenen pflanzlichen und tierischen Zutaten hergestellt, die vor der Verarbeitung getrocknet werden. Es enthält in der Regel zwischen 5% und 12% Wasser.

Trockenfutter ist die bequemste Art, seine Katze zu ernähren. Es verdirbt nicht gleich, hält sich auch an der Luft länger und kann zur ständigen Verfügung stehen gelassen werden. Die Katze kann sich je nach Hunger rund um die Uhr bedienen und ist nicht auf feste Fütterungszeiten angewiesen.

Durch größere Packungsgrößen aufgrund der Haltbarkeit ist es auch günstiger als das portionsweise abgepackte Nassfutter. Durch die Trocknung der Zutaten ist es hochwertiger als Nassfutter, und es reichen geringe Mengen aus, um die Katze mit allen notwendigen Nährstoffen zu versorgen.

Von den Befürwortern wird gerne angeführt, dass Trockenfutter der Zahnpflege dient. Auch wenn ich zu den Befürwortern des Trockenfutters gehöre, halte ich das für kein überzeugendes Argument. Die Kroketten sind  bei den meisten Futtersorten so klein, dass sie von Katzen höchstens einmal geknackt werden müssen. Mein kaufauler Kater Whisky schluckt sie oft sogar ganz. Es gibt zwar Sorten speziell zur Zahnpflege, deren Kroketten extra groß sind oder bestimmte Fasern zur Zahnpflege beinhalten, aber das Katzengebiss ist nicht zum Kauen und Mahlen ausgelegt, sondern die Nahrung wird nur gerade so weit zerkleinert, dass sie geschluckt und dann im Magen verdaut werden kann. Wenn also ein Trockenfutterstück auf einem Zahn nur einmal geknackt wird, werden alle anderen Zähne nicht einmal berührt, geschweige denn "geputzt", auch wenn es noch so ein gutes Zahnpflegefutter ist. 

Gegner führen hingegen den geringen Feuchtigkeitsgehalt an. Katzen sind eigentlich Wüstentiere und trinken naturgemäß eher wenig - die benötigte Flüssigkeit entnehmen sie der Nahrung. Trockenfutter mit seinem geringen Wassergehalt deckt diesen Flüssigkeitsbedarf bei weitem nicht ab, und die Katze muss zusätzlich sehr viel mehr trinken, als das bei Nassfutter der Fall wäre. Zu wenig Flüssigkeit begünstigt die Entstehung von Harnsäurekristallen und damit verbundene Erkrankungen der Harnwege.

Katzen, die hauptsächlich mit Trockenfutter ernährt werden, sollten deshalb genügend frisches Wasser zur Verfügung haben. Zum Trinken animiert werden sie, wenn sich Wasserquellen an mehreren Stellen der Wohnung befinden. Auch Trinkbrunnen, in denen das Wasser in Bewegung ist, animieren besonders zum Trinken.

Ich selber füttere vorwiegend Trockenfutter, damit sich die Katzen rund um die Uhr bedienen können, weil ich es für gesünder halte, wenn sie mehrmals täglich kleinere Mahlzeiten zu sich nehmen, als sich ein- oder zweimal am Tag vollzufressen und das Futter dann wegen des großen Hungers hinunterzuschlingen. Ich biete aber morgens und abends je eine Nassfuttermahlzeit an, um ihnen damit ein bisschen zusätzliche Flüssigkeit unterzujubeln. Meine Katzen bevorzugen ganz klar das Trockenfutter und fressen nur etwa 25 g Nassfutter (1/4 einer 100g-Schale) pro Mahlzeit - oft nicht mal das. Ich mische deshalb normalerweise auch noch einen Schuss Wasser darunter, das in dieser Form auch gerne angenommen wird.


"Katzen wurden in die Welt gesetzt, um das Dogma zu widerlegen, alle Dinge seien geschaffen, um den Menschen zu dienen."
Paul Gray

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