Whiskys Charakter

Whisky müsste eigentlich Garfield heißen. Er ist ein typischer Kater: Faul und gefräßig, nur nicht zuviel bewegen. Er ist zwar leichter zu fotografieren als Bailey, weil er wenigstens still hält, aber irgendwie kommen immer die selben Fotos raus, und es ist schon eine Seltenheit, wenn man ihn mit mehr als halb offenen Augen erwischt. Das ist Whisky wie er leibt und lebt:

 

Whisky schlafend auf dem Bett

Das erste Wort, was er verstanden hat, war die Frage: "Hunger???" Dann flog der Kopf herum, die Augen wurden plötzlich wach , draußen kam er sofort angerannt und im Haus ist er selbst aus tiefstem Schlaf hochgeschreckt und in die Küche gerannt. Ja, auch das war einmal. Jetzt fliegt zwar beim Wort "Hunger?" der Kopf auch meistens noch herum und die Augen werden groß, aber jetzt lässt sich der Herr eine Probe des Futters auf dem Finger an seinen Schlafplatz bringen, probiert dann, und erst wenn das Futter für gut befunden wird, kommt Leben in ihn und er trabt dann sogar im Laufschritt in die Küche.

WENN Whisky mal zum Spielen zu überreden ist, dann nur mit etwas, das er auch im Liegen gut erreichen kann - und auch dann höchstens mal eine Minute lang. Selbst eine gefangene Maus ist noch lange kein Grund, in Stress zu verfallen. Hat er die Maus erst mal im Haus, kann man ja wieder relaxen. Da kann er sich vor der in Panik quietschenden Maus seelenruhig auf den Rücken drehen und genüsslich recken und strecken, oder er macht gleich ein Nickerchen. DAS kann nur mein Kater Whisky:

 

Whisky schlafend mit lebender Maus vor der Nase

Ein wunderbarer Charkterzug ist Whiskys Zufriedenheit. Dieser Kater ist wirklich immer ausgeglichen und guter Laune. Ja, richtig gelesen, guter Laune. Wenn man einen Vergleich wie Bailey hat, zweifelt man nicht mehr, dass auch Katzen Launen haben. Bei Whisky reicht manchmal schon ein Anschauen und vielleicht ein paar Worte an ihn, um ihn zum Schnurren zu bringen. Sein Schnurren ist unbeschreiblich, in dieser Lautstärke habe ich so etwas noch nie zuvor gehört. Man kann ihn wirklich quer durch einen Raum schnurren hören oder noch während er schon zur Türe rausgeht.

Er ist mit seinem Schnurren und seinen Zärtlichkeiten auch lange nicht so geizig wie Bailey, lässt sich gerne streicheln und schnurrt meist schon, wenn man ihn hochhebt. Wenn er von draußen reinkommt, hüpft er meist selbstbewusst direkt auf meinen Schoß und holt sich laut schnurrend seine Streicheleinheiten ab, nachts springt er auf meinen Bauch, legt sich der Länge nach hin und leckt mir das Kinn ab. Kann man noch schöner geweckt werden???  

Whisky kennt mein Auto, und wenn er in der Nähe ist, kommt er immer sofort angerannt, wenn ich nachhause komme und erwartet mich dann mit einem lauten "Mmmmmau!" vor der Garage, um dann mit mir die Treppe hoch in die Wohnung zu gehen (es könnte ja was Gutes dabei rausspringen...).

Nachdem er von klein auf vor allem von einem unkastrierten Nachbarskater gemobbt wurde, musste er lernen, sich zu verteidigen, und er hat inzwischen ein gesundes Selbstbewusstsein entwickelt. Sein Revier verteidigt er mittlerweile ganz ordentlich. Wenn neue Katzen auftauchen - und wenn sie noch so jung und neu sind und nur kätzische Gesellschaft suchen - zeigt er ihnen gleich, wer hier der Herr ist und dass sie nichts verloren haben. Ich finde es schade, dass er nicht zwischen guten und bösen Katzen unterscheidet, aber das ist wohl die kätzische Natur. Nur die potenten Nachbars- und Streunerkater wird er nicht ganz los. Aber immerhin hat er sich Respekt verschafft, stellt sich ihnen jetzt in den Weg und schafft es durchaus, sie zu verjagen, statt sich wie früher durch die Katzenklappe in Sicherheit zu bringen.


Katzen sind ziemlich empfindliche Wesen und können allerlei Wehwehchen bekommen, aber ich habe noch nie gehört, dass eine mal unter Schlaflosigkeit gelitten hätte.
Krutch Joseph W.

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